Kostenlose Zusammenfassungen, Lernhilfen und Tipps für das Deutsch Abitur

Tipps, Tricks, Nützliches und Sonstiges

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Deutungsansätze

In Schulaufgaben, Klausuren und später dem Abitur kann die Deutungsrichtung von Anfang an eingeschränkt werden. Das bedeutet im Klartext: Zu Beginn der Arbeit, beispielsweise in der Einleitung, kann ein Satz wie „(…) aus diesem Grund beschränkt sich die Arbeit auf eine marxistisch-leninistische Deutung (…)“ verwendet werden. Der Korrektor kann dann später, zumindest in der Theorie, andere „übersehene“ Deutungsmöglichkeiten und -aspekte nicht ankreiden. Dabei verhält sich natürlich jeder Korrektor anders, auf einen Versuch sollte man es (außer vielleicht im Abi) gegebenenfalls und auf eigene Gefahr ankommen lassen. Eine genauere Übersicht über die einzelnen Deutungsrichtungen folgt zu späterer Zeit auf dieser Seite.

Empfehlungen zur Abi-Vorbereitung

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Unsere Meinung zum Buch:

“Das Buch überzeugt vor allem durch seine strukturierte Präsentation der einzelnen Literaturepochen. Literaturbeispiele helfen bei der schrittweisen Verbesserung der Analysefähigkeit. Die klassischen Aufgabengebiete im Deutschabitur werden durch Angaben zur Sprachgeschichte, -philosophie und Kommunikationstheorie ergänzt. Anleitungen helfen beim Erlernen allgemeiner Schreibfähigkeiten, die auch durch Beispiel-Aufgaben weiter verbessert werden können. Kaufempfehlung!“

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Individuation

Unter dem Begriff der „Individuation“ versteht man meist die geistige Weiterentwicklung eines Individuums im Laufe der Zeit. Oft bedient sich dieses Individuum dabei anderen Personen und Akteuren, wobei der jeweilige Hauptakteur erst mit diesen in Kontakt tritt, von diesen lernt (oft nicht im schulischen Sinn, sondern eher aufgrund deren Äußerungen und Ideen während Gesprächen), bis der Hauptakteur sich schließlich geistig über diesen sieht und diese wieder verlässt. Dieser Prozess wiederholt sich entsprechend, tritt also zyklisch mit mehreren verschiedenen Nebenfiguren auf. Ein gutes Beispiel ist hier der Roman „Demian“ von Hermann Hesse.

Archetypen

Archetypen sind ursprünglich in der Psychologie immer wiederkehrende Motive, die auf verschiedene Personen, auch in der Literatur- und Filmwelt, anwendbar sind. So kehren gerade in menschlichen Träumen einzelne Motive immer wieder auf, diese lassen sich entsprechend auch auf die Literatur- oder Filmwelt übertragen. Autoren nutzen zum Teil auch absichtlich einzelne Archetypen (z.B. „Den Suchenden“), um mit einer Figur eine gewisse Wirkung zu erzielen, ohne dass diese ausdrücklich in dieser Form charakterisiert wird. Mögliche Archetypen sind unter anderem „der Suchende“, „der Andere“, „die Innere Frau“, „das Selbst“, „der Lehrer“ oder „der Widersacher“ (Liste nicht vollständig). Sieht man sich nun einzelne Filme oder Literaturerzeugnisse an, so sind die meisten Hauptpersonen auf einen dieser Archetypen zurückzuführen.

Parabel und Gleichnis

Der Unterschied zwischen einer Parabel und einem Gleichnis ist relativ schnell erklärt: Bei einem Gleichnis, beispielsweise dem vom „verlorenen Sohn“, ist die Deutungsrichtung von Anfang an vorgegeben (z.B. der Aufruf zu Vergebung). Bei einer Parabel ist die Deutungsrichtung nicht vorgegeben, oft sind mehrere, völlig verschiedene Deutungsansätze formulierbar. Ein Beispiel für eine solche Parabel ist Kafkas „Gib’s auf!“.

Traditioneller und moderner Roman

In der Literatur und speziell bei der Prosa kann zwischen dem traditionellen und dem modernen Roman unterschieden werden.

Traditioneller Roman

Im traditionellen Roman gibt es in der Regel einen Helden im positiven Sinne (Gute Taten,..), wobei sich der Leser sehr schnell und einfach mit diesem identifizieren kann. Der Held handelt aktiv, der Erzähler ist meist allwissen, wobei dieser in der richtigen Reihenfolge über die jeweiligen Ereignisse berichtet (chronologisch). Die Zusammenhänge sind relativ klar, es gibt keine all zu komplizierte Handlung und alle Handlungsstränge sind logisch nachvollziehbar.

Moderner Roman

Der moderne Roman setzt in der Regel auf einen Anti-Helden, der oft eine Person aus dem alltäglichen Leben ist (d.h. keine Könige, Adelspersonen o.ä., sondern der „einfache Bürger“, der oft auch aus niedrigeren Gesellschaftsschichten stammen kann). Der Held handelt passiv, wird also eher vom Geschehen „mitgezogen“ und beeinflusst die Haupthandlung nur sehr bedingt selbst. Oft agiert die Hauptperson gleichzeitig auch als Erzähler, Zusammenhänge sind nicht immer klar und logisch, viel mehr sind diese absichtlich unlogisch und irrational gestaltet. Im modernen Roman werden oft psychische Prozesse behandelt oder zumindest für die Handlung zum Thema, es gibt mehrere Zeit- und Handlungsebenen, auch Rückblenden finden oft statt. Gerade in den einzelnen Zeitebenen können allerdings auch (indirekte) Vorausdeutungen enthalten sein.

Texteditionen

Autoren und Verlage setzen auf unterschiedliche Texteditionen und -ausgaben. Diese sind vielleicht interessant, wenn jemand das „15-Punkte-Ziel“ anstrebt, andernfalls dürfen diese unserer Meinung nach getrost „überlesen“ werden. Folgend eine kurze und schmerzlose Aufzählung:

Erstausgabe: Erste Ausgabe eines Werks

Gesamtausgabe: Alle Werke eines Autors gesammelt

Werksausgabe: Hinzufügen weiterer Texte, die sich um das Werk drehen (z.B. Briefe während der Entstehung)

Studienausgabe: Verschiedene Überarbeitungen und Übersetzungen durch den Autor bzw. dessen Helfer

Edition letzter Hand: Autor sammelt vor Tod alle Texte erneut und veröffentlicht diese

Kommentierte Ausgabe: Interpretationen, Kommentare durch Externe (z.B. Literaturwissenschaftler)

Reine Textausgabe: „Normales“ Buch

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